Zuhause in der Natur – auf dem Pranzagerhof

Ist das nicht herrlich? Morgens macht dir jemand die Tür zum Garten auf, und du rennst so schnell du kannst über die weiche grüne Wiese, auf der frische Tautropfen glänzen, wälzt dich mal ordentlich durch und nimmst den köstlichen Duft von Hühnern und Pferden, Schafen und Ziegen und den wunderbaren Rehen und Hasen aus dem nahen Wald in dir auf. Was für ein Leben! Wuff!
Zuhause in der Natur – auf dem Pranzagerhof
Wie daheim!

Wie daheim!

Na gut, vielleicht interessiert dich ja mehr, was meine Menschen hier toll finden. Zuerst einmal schauten sie Ewigkeiten beim großen Guckloch aus Glas hinaus und sagten Dinge, die ich nicht verstehe, wie Panorama, Berge, AH und OH, wie schön! Dann kamen sie endlich zur Sache und beschnüffelten mit mir das Haus. Frauchen war von der Küche gleich restlos begeistert, Induktionsherd und Kühlschrank mit Gefrierfach, das gefällt ihr! Wir inspizierten gemeinsam die Schränke und fanden viele Töpfe, Pfannen, Toaster, Kaffeemaschinen, Stabmixer, Geschirr und Besteck und richtig gute Messer, mit denen mir Herrchen sicher heimlich ein Stück Käse runterschneidet. Perfekt, wie zuhause, sagte Frauchen. Begeistert war Frauchen vor allem von den schönen handgedrechselten Schüsseln und Holzbrettern – aus Apfel, Zirbe und Nussholz vom eigenen Wald, sagt meine Nase – die nicht in die Spülmaschine dürfen, weil sie sonst kaputt werden. Logisch, oder? Herrchen probierte in der Zwischenzeit schon mal die gemütliche Couch aus und zappte sich durch die Sender, was bei diesen vielen SAT-Programmen eine Ewigkeit dauerte. Wie zuhause, sagte Frauchen wieder, und schaute Herrchen nicht ganz so lieb an wie vorhin die Pfannen und Töpfe. Im Badezimmer steht neben meinem Trinknapf eine Badewanne, in der man auch duschen kann, Bidet, WC, Waschbecken, Handtücher, Seife und sogar Toilettenpapier, staunte Frauchen. Durch den Türspalt sehe ich ins selbstgeschreinerte Schlafzimmer – hab ich schon gesagt, dass ich den Duft von Fichtenholz liebe? Wie selig meine Menschen hier doch schlafen!

Bio lebt sich’s besser.

Auf meine Nase kann ich mich verlassen, und die sagt: rundum und auch innen drin alles Natur pur! Die Einrichtung ist von Hand geschreinert, die selbstgezimmerten Vollholzmöbel sind sogar aus den Bäumen gemacht, die in den Wäldern ringsum wachsen. Reines Fichtenholz, ganz ohne diese Lacke oder Öle, die meine feine Nase ohnehin nicht leiden kann. Selbst die Mauern bestehen nur aus natürlichen Materialien, nämlich 45 cm dicken Klosterbäurinziegeln. Diese Bauweise von anno dazumal hat den Vorteil, dass sie gänzlich ohne künstliche Isolierung auskommt, und auch die Mauern und Innenwände sind nur mit reinem Kalk verputzt. Alles, was sich hier auf dem Hof tummelt, ist klarerweise auch ganz bio, und die Pferde, Schafe und Ziegen haben mir auch erzählt, dass ihnen diese naturbelassenen bunten Gräser und Kräuter auf ihren Weiden am allerbesten schmecken. Deswegen bleiben sie auch immer gesund, sagt die Bäurin. Das hätte ich auch so gewusst.
Bio lebt sich’s besser.
Ganz großer Familienzauber.

Ganz großer Familienzauber.

Meine Menschen und ich wohnen ja in der „Malve“, weil Frauchen und ich am liebsten im Garten abhängen. Im Sonnenschein Schmetterlingen nachlaufen und meinem Frauchen die Sonnencreme vom Gesicht lecken ist wirklich das schönste. Ebenso schön finde ich, dass sie diesmal ihr ganzes Rudel mitgenommen haben, sogar diese ganz winzigen Menschen, die mir knapp über die Nase reichen. Wie köstlich die immer duften, wenn sie aus dem Stall kommen! Das Restrudel wohnt in den anderen drei Ferienwohnungen, die es in unserem Haus gibt. Das ist perfekt, denn so haben wir das ganze Haus mitsamt Gemeinschaftsraum für uns alleine! Das Beste daran ist, dass sie immer gemeinsam kochen und dann alle zusammen in der Stube essen. Da passe ich immer auf die Kinder auf und mache sauber, wenn den Kleinen wieder mal was vom Teller auf den Boden gefallen ist. Herrchen schimpft sogar ein bisschen, wenn den Kindern etwas nur deshalb runterfällt, weil sie es nicht so gern essen. Dann sagt er: Du wirst mir noch dick, alter Kumpel! Blödsinn, mit den Riesen-Gassis, die wir hier fast täglich unternehmen, mach ich das bisschen locker wieder weg! Heute früh war es besonders lustig, da hat Frauchen mit den kleinen Menschen bei uns im Garten eine Pyjama-Party gefeiert. Ich wusste gar nicht, dass die auch so gerne laufen und sich im Gras wälzen wie ich.
Pluto, 4, aus Mailand
Mehr